Braucht man einen Guru?

Die Funktion des Mediums "Guru". Die Schülernachfolge.

Braucht man einen Guru?

Beitragvon Meneldur » Montag 8. Januar 2007, 17:13

Mir ist schon klar das einem Lehrer auf seinen spirituellen Weg zu Gott helfen können den nur durch spekulieren kommt man nicht weiter. Ich bin der Meinung das man keinen Guru benötigt von dem man eingeweiht wird und den man dann wie Gott verehrt. Vielmehr denke ich das die spirituell mehr fortgeschrittenen Seelen einen helfen können auf seinen Weg zu Gott ohne beschränkt zu sein auf eine Tradition. Wenn ich mir da manchmal im Tempel die Devotes anschaue wie sie richtig fanatisch ihren Guru verehren kann ich nur den Kopf schütteln. Das kommt heraus wenn man einer Tradition fanatisch folgt ohne offene Augen für andere Wege. Ich persönlich sehe in den Veden die beste Beschreibung der materiellen und spirituellen Welt. Ich fixiere mich zwar hauptsächlich auf die Veden lerne aber auch aus den lehren Jesu die in der Essenz eigentlich dasselbe Ziel nämlich Gott mit seinem ganzen Herzen zu lieben ist. Ich habe so gesehen viele Gurus nämlich Jesus, Swami Prabhupada, Srila Shridhar Maharaj, Swami Paramatvaiti, Sadhu Maharaj und andere aber ich sehe sie als gleichwertig in dem Sinn das sie genauso Atmas wie ich sind und eben nicht Gott selbst. Deswegen nehme ich auch ritualistisch keinen Guru an den das würde mich feinstofflich an die Person binden und in meinen freien willen einschränken durch z.B. Einweihungsversprechen wie viel man am tag chantet usw. Durch chanten kann nur liebe zu Gott bekommen wenn man es wirklich freiwillig macht und nicht wenn man durch die Einweihung gewisse Runden chanten muss. So gesehen gibt es nur eins das wirklich wichtig im Leben ist nämlich Gott zu lieben wie man das erreicht ist dann letztlich egal. Ach ja noch was, ich persönlich sehe Jesus als ersten Sohn Gottes an (Brahma).
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Beitragvon Meneldur » Freitag 26. Januar 2007, 12:35

Ich will euch ja nicht auf die Nerven gehen, aber kann mir niemand eine Antwort geben?
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Es gibt keinen aufgezwungenen Guru

Beitragvon Sacimata » Freitag 26. Januar 2007, 20:11

Namaste, Meneldur!

Entschuldige - bei mir war der Jahresbeginn so hektisch, dass ich dein Posting tatsächlich übersehen hatte.

Also du gehst mir mit deinen Überlegungen ganz und gar nicht auf die Nerven.

Ich wundere mich eher, dass es soweit kommen konnte, dass der "Guru" oder das "Einweihung nehmen" als eine Art "Last" empfunden wird. Unter diesen Umständen hätte ich nie einen Guru angenommen. Und ich rate jedem davon ab, diesen Schritt zu tun, wenn man irgendwie in diese Richtung empfindet.

Ich schätze an meinem Guru, dass er tatsächlich anderen Menschen wertschätzt. Das ist gar keine Frage, sich über andere zu stellen - ganz zu schweigen von einem Jesu.

Ich bin nicht Schülerin aufgrund eines "Rituals", sondern aufgrund meiner tatsächlichen Beziehung zu ihm. Vielleicht ähnlich wie ich nicht "die Frau meines Mannes" bin, aufgrund des Trauscheins, sondern aufgrund der Beziehung zu diesem Menschen. Mich an meinen Guru zu binden, das war, was ich mir wünschte. Warum? Wohl einfach weil ich mich von Anfang an sehr von ihm angezogen fühlte.

Versprechen sind wichtig - auch meinem Gurudeva. Aber nie hätte ich es gesehen, dass er seine Beziehung zu seinen Schülern von den Einweihungsversprechen abhängig gemacht hätte. Er kümmert sich um andere, einfach weil dies seine Natur ist. Das ist es, was mich ihm wirklich verpflichtet, mich manchmal auch beschämt, denn meine Natur ist davon weit entfernt.

Ja, es geht auch mir um meine persönliche Beziehung zu Gott. Ich sehe (empfinde) da meinen Gurudeva nicht als den "Mittler" in dem Sinne, dass er wie ein Hindernis oder notwendiges Etwas in der Mitte dieser Beziehung steht. Vielmehr ist er mir durch sein Beispiel eine Ermutigung meine ganz persönliche Beziehung zu entfalten.

Der Guru ist für mich kein Dogma, es ist eine Erfahrung. Wenn ich in jemandem nicht dieses "Guru" erfahren kann - nun dann ist es nicht mein Guru, ganz egal ob er ein reiner Gottgeweihter wäre oder völlig qualifiziert.

Aber mir war klar, dass eine solche Erfahrung bindet, verpflichtet - und so erfahre ich es auch. Schüler von allen, aber Diener von keinem zu sein - das sagt für mich etwas über eine Unverbindlichkeit aus, die mir nicht sehr wichtig ist. Beziehung jedoch ist mir wichtig.

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Re: Es gibt keinen aufgezwungenen Guru

Beitragvon Gucky » Dienstag 13. Februar 2007, 17:22

Sacimata hat geschrieben:Ich wundere mich eher, dass es soweit kommen konnte, dass der "Guru" oder das "Einweihung nehmen" als eine Art "Last" empfunden wird. Unter diesen Umständen hätte ich nie einen Guru angenommen. Und ich rate jedem davon ab, diesen Schritt zu tun, wenn man irgendwie in diese Richtung empfindet.

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Ich bin nicht Schülerin aufgrund eines "Rituals", sondern aufgrund meiner tatsächlichen Beziehung zu ihm. Vielleicht ähnlich wie ich nicht "die Frau meines Mannes" bin, aufgrund des Trauscheins, sondern aufgrund der Beziehung zu diesem Menschen. Mich an meinen Guru zu binden, das war, was ich mir wünschte. Warum? Wohl einfach weil ich mich von Anfang an sehr von ihm angezogen fühlte.

Versprechen sind wichtig - auch meinem Gurudeva. Aber nie hätte ich es gesehen, dass er seine Beziehung zu seinen Schülern von den Einweihungsversprechen abhängig gemacht hätte. Er kümmert sich um andere, einfach weil dies seine Natur ist. Das ist es, was mich ihm wirklich verpflichtet, mich manchmal auch beschämt, denn meine Natur ist davon weit entfernt.


Haribol Sacimata

Wow, mit etwas Herz und Verstand könnte wirklich alles viel einfacher sein.

Lieben Gruss, Gucky
don't worry - be happy :-)
alles ist karma, der "schuldige" ist immer im spiegel zu sehen. ;-)
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