Die Geschichte der WVA

Der gedankliche Hintergrund, der 1994 zur Gründung der Visva Vaisnava Raj Sabha oder World Vaisnava Association (Welt Vaisnava Gemeinschaft) geführt hat, lässt sich bis zu Lord Mahaprabhus Zeiten zurück verfolgen.

Die Geschichte der WVA

Ungelesener Beitragvon Sacimata » Donnerstag 19. August 2004, 13:01

Die Geschichte

Die WVA (World Vaishnava Association) war ursprünglich unter dem Sanskritnamen "Vishva Vaishnava Raj Sabha" bekannt. Sie wurde im frühen 16. Jahrhundert durch den berühmten Autor, Guru, Heiligen und Philosophen, Srila Jiva Gosvami, gegründet.

Er ist der Verfasser vieler bekannter Vaishnava Schriften und der Gründer des Radha Damodar Tempels in Vrindavana. Er koordinierte auch die Besitztümer und die verwalteten Güter (trusts) seiner spirituellen Mentoren, Srila Rupa Goswami und Srila Sanatana Goswami. Sie hatten ihn beauftragt, einen Verband zu gründen, um die Aktivitäten des sich rasch ausdehnenden spirituellen ursprünglichen Baumes der Nachfolger Sri Chaitanya Mahaprabhus zu koordinieren.

Srila Jiva Goswami skizzierte viele der Ideen Srila Rupa Goswamis über die Vishva Vaishnava Raj Sabha. Am Ende jeder seiner Sat Sandarbhas erweist er der Vishva Vaishnava Raj Sabha seinen Respekt.

Viele der direkten Schüler und vertraulichen Begleiter Sri Chaitanyas spielten eine tragende Rolle in der Vishva Vaishnava Raj Sabha. Unter ihnen befanden sich Srila Lokanath Goswami, Srila Bhugarbha Goswami, Srila Kashishwar Goswami, Narottama Das Thakur, Srinivas Acarya and Hemalata Thakurani.

Auch zwölf Begleiter oder Gefährten Sri Nityananda Prabhus zeichneten einige der führenden Positionen in der Vishva Vaishnava Raj Sabha aus.

Im Laufe der Zeit übernahm der grosse Autor, Krishna Das Kaviraj Gosvami volle Verantwortung für die Vishva Vaishnava Raj Sabha, genauso wie der grosse Heilige und Dichter, Narottama Das Thakur und der grosse heilige Kommentator Srila Vishvanath Chakravarti Thakur.

Zu unterschiedlichen Zeiten ihres Daseins, sah die Vishva Vaishnava Raj Sabha auf grosse Persönlichkeiten, die ihre Hauptabteilungen schmückten, doch es gab nie eine beständige Linie. Manchmal tauchte die Organisation im Fluss der Zeit unter. Doch dann tauchte sie durch die Barmherzigkeit Sri Chaitanya Mahaprabhus wieder auf und wurde neu gegründet.

In vergangener Zeit, am Ende des 19. Jahrhunderts, 399 Jahre nach dem Erscheinen von Sri Chaitanya Mahaprabhu, trat die Vishva Vaishnava Raj Sabha in der Stadt Kalkutta durch die besondere Anstrengung Srila Bhaktivinoda Thakuras wieder auf. Später, im Jahre 1919, übernahm der Sohn von Srila Bhaktivinoda Thakura, Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Thakur Prabhupada, das Steuer, und begann offiziell 37 verschiedene Arbeitsausschüsse der Vishva Vaishnava Raj Sabha zu organisieren. Einer dieser Ausschüsse war das Nam Prachar Komitee, das für die Verbreitung des heiligen Namens und die Verbreitung der Botschaft Sri Chaitanyas in der ganzen Welt verantwortlich war.

Auf der Grundlage der Anstrengungen Srila Bhaktivinoda Thakuras, Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Thakuras und in jüngerer Zeit, Srila Bhaktivedanta Swami Maharajas, begann die Welt die Verbreitung des Vaishnavatums zu spüren.

Diese Arbeit wird tatkräftig weitergeführt, von vielen unentwegten Geweihten und Nachfolgern der oben erwähnten Pioniere. Sie sind zu zahlreich, um hier einzeln aufgeführt zu werden. Ihr Beitrag zur religiösen Belebung der Welt wird weltweit von vielen Theologen und Gelehrten anerkannt.

Der erklärte Christ Norvin J. Hein, eremierter Professor für vergleichende Religion an der Universität von Yale schreibt in seinem Vorwort zu Steven Rosens Buch "Die sechs Goswamis von Vrindavana":
"Sich selbst als eine Religion für alle Nationen verstehend, nahm sie eine Weltsprache an und richtete sich mit Überzeugung an die Welt. Für Hundert Jahre hat der Chaitanyanismus unter dem Namen der Gaudiya Mission das Gefühl einer Vision ihrer selbst als eines sich ausbreitenden Glaubens bewahrt. Für fünfundfünfzig Jahre hat sie vertrauensvoll starke Missionen in den Westen gesandt, zuerst nach England und dann in die USA. Es ist eine offene, freie Form des Hinduismus, lebhaft, mitteilsam und der religiösen Freiheit verpflichtet. Ich habe keine Anhaltspunkte dafür erhalten, dass die freie Verbreitung der Religion in ihrem Heimatland wie auch im Ausland nicht ausgeübt worden wäre. Die Auswirkungen auf das religiöse Leben in der Welt werden stark sein. Ich wage zu sagen, dass sie auch gut sein werden."

Um in dieser Mission von Sri Chaitanya mitzuhelfen und beizutragen, wurde die Vishva Vaishnava Raj Sabha am 17. Oktober 1994 in aller Form in New Delhi, Indien, als die Wold Vaishnava Association eingetragen und registriert. Der überall respektierte Srila Bhakti Promod Puri Maharaja willigte ein, das Amt des Präsidenten der WVA anzunehmen und unter seiner Leitung bildete sich bis 1999 eine formelle Organisation. Von 1999 bis 2002 stand mit Srila Nayananandana Das Babaji, ein weiterer Schüler Srila Bhaktisiddhanta Saraswatis der WVA als Präsident vor. Dieses Amt wird seit dem Jahre 2002 von Srila Bhakti Ballabh Tirtha Maharaj weitergeführt, der sich seit mehr als fünfzig Jahren der Botschaft Sri Chaitanyas widmet.

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