Krishna-Bewusstsein ist kein Guru-Kult (B.B. Bodhayan Maha.)

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Krishna-Bewusstsein ist kein Guru-Kult (B.B. Bodhayan Maha.)

Beitragvon Sacimata » Dienstag 14. Juni 2005, 08:45

Namaste, ihr alle!

Nachfolgend ein kurzer Auszug aus einem Interview mit Srila Bhakti Bibudha Bodhayan Maharaj, dem Acharya und Vorsteher der Sri Gopinath Gaudiya Math (gegründet von Srila Bhakti Promode Puri Goswami Maharaj) vom 20. Mai 2001 in Odessa (Ukraine). Srila B. B. Bodhayan Maharaj ist auch Gründungsmitglied des WVA und einer der verantwortlichen Trustees.

Frage:
Maharaj, ich würde dir gerne eine persönliche Frage stellen. Es gibt so viele Maharajas und sie sprechen über eine friedvolle (innere) Stimmung, über ein freundschaftliches Gemüt in der Kommunikation mit anderen Vaishnavas. Doch tatsächlich streiten die Vaishnavas mit jedem anderen und eine Vielzahl von Vaishnavas streiten mit Srila Narayana Maharaj. Ich verstehe nicht, weshalb sie mit ihm streiten und mit Srila Bhakti Sundar Govinda Maharaj. Uns wurde gesagt, Narayana Maharaj begehe viele Vergehen. Ich verstehe nicht, weshalb Vaishnavas zuerst über Freundschaftlichkeit sprechen, aber in Wirklichkeit mit Narayana Maharaj und anderen Maths streiten. Wenn du Zeit hast, gib mir doch bitte eine Antwort darauf.

Antwort:
Das ist eine schöne Frage. Wir sprechen über eine freundschaftliche Gemütsstimmung, aber praktisch lieben wir es nicht, freundschaftliche Beziehungen mit allen anderen zu pflegen. Das ist wahr.

Das war nicht die Gemütsstimmung, die Srila Bhaktisiddhanta Saraswati Prabhupada vorgegeben hat. Wir sind von seiner Linie abgewichen, ziemlich weit sogar, denn zuvor war es die Gemütsstimmung, die Botschaft von Sriman Mahaprabhu zu verbreiten. Anstelle dessen sind wir zu einem Guru-Kult geworden. Guru-Kult bedeutet: „Mein Guru ist der höchste.“

Du kannst sehen, dass in allen Büchern erstklassige Bilder von Gurudev gedruckt sind -, doch was ist mit Rupa Goswamis Bild?! Wir streben danach, Rupanuga-Bhaktas zu sein. Dennoch, anstatt die Botschaft Mahaprabhus zu verbreiten, sind wir zu sehr in Gurudevas Herrlichkeit verwickelt. Das wird Guru-Kult genannt: Wenn wir versuchen, unseren Gurudeva zu verherrlichen, anstelle von Mahaprabhu. Obschon es wahr ist, dass der Guru das Licht unseres Bhajans ist, lenken wir unsere Energien von Mahaprabhu ab, auf die Geweihten von Mahaprabhu.

Auf diese Weise gibt es unterschiedliche Gemeinschaften und unterschiedliche Gemütsstimmungen. Es gibt diese Gemütsstimmung von „Mein Gurudeva“. So handeln wir tatsächlich wie in einem Guru-Kult, aber praktisch fehlt es uns an Anziehung zum Bhajan. Weisst du, dass wir einen Mangel an Bhajan aufweisen? Wenn wir zu unseren Geweihten in Bezug zu unserer Gruppe predigen, sollten wir nicht fanatisch sein. Die Geweihten befinden sich durch die Gemeinschaft in einer solch fanatischen Gemütsstimmung. Das ist Fanatismus und er geht weiter. In dieser Weise streiten wir nur darüber, wie wir unsere Gruppe zur grössten machen können – diese Art von Streitereien. Aufgrund all dessen streiten all die Gruppen untereinander. Es ist Gruppen-Bewusstsein, nicht Krishna-Bewusstsein.


Das ganze Interview ist in englisch zu finden unter:

[url=http://www.srijagannatha.com/bodhayan1.html]http://www.srijagannatha.com/bodhayan1.html
[/url]

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Beitragvon Radha Krishna dasa » Mittwoch 5. Dezember 2007, 21:14

Haribolo :-)

Der Rest des Interviews würde mich sher interessieren!Gäbe es eine Möglihkeit ihn auf deutsch zu bekommen?
Herzlichst
Ys
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Beitragvon Gaurahari » Samstag 8. Dezember 2007, 16:09

Haribol Radha Krishna dasa

Die Fragen an Srila Bhakti Bibudha Bodhayan Maharaj beinhalten verschiedene Themen und sie sind insgesamt nicht gerade kurz. Die unmittelbar folgende Frage geht aber beim bereits angesprochenen Thema (von Sacimata übersetzt) weiter und beendet es. Diesen Teil habe ich nachfolgend übersetzt.


Frage:
Selbst in Russland haben wir diese Ansicht, nämlich die Idee von "transzendentem Kampf" ...


Antwort:
Nein, das ist kein transzendenter Kampf. Wie ihr wisst, gibt das Srimad Bhagavatam eine Erklärung. Allmählich wird die Religion zu unserem Beruf. Genau so kommt es. Gottgeweihte sagen: "wir sollten vorbehaltlos alles beschützen, wir sollten alles für Mahaprabhu aufgeben". Doch gleichzeitig kämpfen wir mit Mahaprabhus Geweihten. Wozu? Für unseren Lebensunterhalt, um unseren Lebensunterhalt zu erhalten. Wenn wir gut darüber nachdenken, ist es genau so. Wir müssen ein grosszügiges Denken haben, die meisten denken jedoch nicht in einem umfassenden Verhältnis. Das umfassende Verhältnis ist, dass wir uns gegen die Unpersönlichkeitslehre wehren. Doch stattdessen streiten wir uns untereinander. "Narayana Maharaj ist schlecht", "Govinda Maharaj ist schlecht", "Puri Maharaj ist ein Kanistha Adhikari", dann "ISKCON ist Sahajiya". "Narayana Maharaja predigt RagaMarg". Auf diese Weise sprechen sie.
Ich weiss nicht, ob er RagaMarg predigt oder nicht. Wenn er in der westlichen Welt über diesen Parakiya Ras predigt, ist das ruhmreiches Prasada (Barmherzigkeit) für die westliche Welt. Ihr wisst, in der westlichen Welt ist es nicht ungewöhnlich, dass eine Frau dreimal oder ein Mann sogar fünfmal heiratet. Sie haben das erlangt. Doch diese Art der Gemeinschaft ist nicht gut für Mahaprabhu. Dies war auch nicht das Motto von Mahaprabhu. Mahaprabhu hat diese Gemütsstimmung - Parakiya Ras - in einem sehr nahen Bereich diskutiert, mit vertrauten Beigesellten wie Ramananda Raya und Swarup Damodara. Und wo? In einem ganz kleinen Raum - Gambhira. Das ist nicht mit jedermann diskutierbar. Er (Narayana M.) ist so viel älter als ich. Ich respektiere ihn von ganzem Herzen. Noch bevor ich geboren wurde, hat er sich der Bewegung (Chaitanya Mahaprabhus) angeschlossen, vor meiner Geburt. Daher habe ich kein Recht, ihn zu widerlegen (gegen ihn anzukämpfen). Meine Meinung, entsprechend meines Wissens, predigen von RagaMarg? Sie (neue Bhaktas) brauchen zuerst Saranagati. Danach benötigen sie das Chanten (des heiligen Namens), um ihre Herzen zu heilen. Ansonsten ist es unmöglich RagaMarg zu verwirklichen. Radha-Krishnas Parakiya-Geschmack (Rasa) sollte immer auf Ihre Art erfahren werden, doch neue Gottgeweihte werden ihn auf eine materielle Weise benutzen. So werden wir allmählich Sahajiyas (Anm. des Übersetzers: Sahajiyas betrachten die transzendente Lila mit materiellen Augen). Ich hoffe, Narayana Maharaj macht nicht diesen Fehler. Er ist ein älterer Vaishnava, wie könnte ich gegenüber ihm irgendeinen Anspruch erheben. Ich habe kein Recht, sowas zu tun. Ich persönlich habe kein Recht, dies zu tun. Narayana Maharaj dient der Math schon mehr als 50 Jahre. Mein Alter liegt unter 50 Jahren. Ich bin gerade 36 Jahre alt. Wie könnte ich einen Anspruch erheben?
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Re: Krishna-Bewusstsein ist kein Guru-Kult (B.B. Bodhayan Maha.)

Beitragvon Gucky » Montag 16. Februar 2009, 12:36

Bodhajan Maharaj hat wirklich ein grosses Talent solch heikle themen nutzbringend darzustellen. =D>

Das musste ich einfach mal sagen. :-D

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