Namaste
Auf diesem Foto seht ihr mich beim Versuch, ein paar rhythmische Takte auf einer indischen Trommel (der Mridanga) zu spielen. Es wurde im Sommer 1997 bei einem grösseren Bhakti-Yoga-Treffen in Nordfrankreich aufgenommen.
Ein kritischer Mensch war ich schon immer - zumindest jemand, der den Dingen gerne auf den Grund geht und hinterfragt. Als ich mit 17 Jahren zum ersten Mal mit der Bhakti-Philosophie, Karma und Reinkarnation in Berührung kam, suchte ich natürlich gleich nach Anhaltspunkten für Bestätigung oder Widerlegung in "meinem" Umkreis, also im westlich geprägten Gedankengut. Denn ich erachtete es als einschneidende Vorstellung, nicht bloss zufällig in einer Welt zu leben, die sich ebenso zufällig irgendeiner Zukunft entgegenentwickelt, sondern ein Teil eines Ganzen zu sein, das nichts mit Zufall, aber sehr viel mit persönlicher Entwicklung zu tun hat. In der Folge lernte ich die Bücher von Ian Stevenson, Dethlefsen und anderen kennen und fand das ganze gar nicht mehr so verrückt wie im ersten Augenblick.
Seither habe ich mich immer tiefer mit dem ganzen Themenkreis befasst, und insbesondere versucht, eine praktische Anwendung für die verschiedenen philosophischen Erklärungen des Bhakti-Yoga in meinem Leben zu finden. Das empfand ich als derartig zufriedenstellend, dass ich bis heute dabei geblieben bin.
Ich bin im Juni 1964 geboren worden und in einer landschaftlich tollen Gegend aufgewachsen, nämlich am Thunersee am Fuss der Alpen. Nach Abschluss meiner Verwaltungslehre auf einer Anwaltskanzlei, arbeitete ich in ganz unterschiedlichen Jobs: als Verwaltungsbeamtin im Betreibungs- und Konkursamt, später verkaufte ich Metallfolienbilder und zuletzt war ich als Alleinsekretärin in einem kleinen exklusiven Möbelgeschäft beschäftigt. Ich heiratete 1984 und 1987 wurde uns ein Sohn namens Nityananda geboren. Zu der Zeit gab ich dann auch meinen Beruf auf, und genoss das auch zwölf Jahre lang. Heute arbeite ich wieder, diesmal als Telefonistin.